Stellengesuch: Ich suche keine neuen Herausforderungen

Ich bin auf der Suche nach neuen Herausforderungen.“ heißt es oft in den XING– und LinkedIn-Profilen, wenn man lieber nicht erwähnen möchte, dass man gekündigt wurde. Oder wenn man um der guten Reputation willen nicht erwähnen möchte, dass der bisherige Job einfach scheiße war.

Ich bin auf der Suche nach neuen Herausforderungen.“ Das soll implizieren, dass man natürlich bereit ist, sich in neue Aufgaben und neue Verantwortungen hineinzuarbeiten. Aber eigentlich vertuscht diese Floskel vor allem häufig die Angst, dass das eigene Profil nicht passt, nicht reicht, dass man mit dem was man bereits erreicht hat nicht genug ist. Und dass man keinen Job findet. Nie wieder.

Ich bin auf der Suche nach neuen Herausforderungen.“ Das soll so motiviert und positiv klingen. So nach „Yay! WAS freu ich mich darauf wieder bei Null anzufangen.“ Dabei macht einem diese Vorstellung eher Angst, denn Freude. Und manchmal macht sie auch einfach nur müde.

Ich bin auf der Suche nach neuen Herausforderungen.“ steht nämlich heute in Millionen Profilen mehr als einmal oder zweimal oder dreimal im Leben. Jeder Job ist heute nur noch ein Projekt. Die Menschen die ich kenne, die länger als fünf Jahre im selben Job sind, werden immer weniger. Die Menschen, die häufiger auf der Suche nach den neuen Herausforderungen sind, werden immer mehr.

Keine neuen Herausforderungen

Also, ich suche keine neuen Herausforderungen. Ich suche einfach einen neuen Job, den ich bereits gut kann. Und weil ich eine Menge gut kann, bin ich völlig zufrieden, wenn ich nur das eine oder andere davon machen kann. Hauptsache, ich kann es in einem coolen Team und/oder für eine gute Sache machen.

Ich fasse mal kurz zusammen, was geht:

  • Fotografie
    Ich fotografiere alle und alles. Und wenn ich mal nicht alle oder alles fotografieren kann, weil was ganz Spezielles gefragt ist, dann kenne ich alle, die das Gewünschte umsetzen könnten. Ganz egal ob für journalistische oder für Image-Zwecke, mit oder ohne Photoshop. Alle Fotos auf co-co-co.de sind von mir gemacht. Und auch Bewegtbild und Audioslideshows gehören dazu. Ich fotografiere seit 1987 mit professionellen Kameras, ergo analog & digital.
  • Schreiben
    Ich schreibe auch so ziemlich alles, nur Bücher fehlen noch. Ich habe einen journalistischen Hintergrund, beherrsche Recherche und journalistische Formate, aber ich schreibe auch Tutorials, PR-Texte und Kochrezepte. Als Texterin arbeitete ich seit 1991, 1994 habe ich ein Volontariat abgeschlossen.
  • Kommunikation
    Seit 1996 kommuniziere ich im Internet, seit 1998 habe ich Foren und Communities zu verschiedenen Schwerpunktthemen als Moderatorin betreut und als Admin sowohl technisch (vBulletin) als auch inhaltlich aufgebaut und gestaltet.
  • Blogkonzepte
    Ich gestalte komplette Blogkonzepte. Mit komplett meine ich: Idee, Konzept, Struktur, Installation, Gestaltung und Inhalte in Wort und Bild mit SEO-Optimierung. In WordPress. So wie Content is a Queen* oder Just Magic oder DigiHeads, letzteres in Konzeption und technischem Feinschliff zusammen mit Contentreich finalisiert.
  • Bedarfsanalysen
    Auch bei Kunden, die bisher ohne dieses Internet und Social Media ausgekommen sind und denen das sprachliche Verständnis für die Branchen-Buzzwords fehlt erfasse und analysiere ich schnell ihren tatsächlichen Bedarf an Online-Maßnahmen, kann ihn vermitteln und gemeinsam mit dem Kunden Strategien zur gemeinsamen oder autarken Umsetzung entwickeln
  • Dolmetscherin Redaktion <-> Kunde oder Kunde <-> Nerd
    Die Wünsche von Anzeigenkunden und Redakteuren harmonieren nicht immer. Und auch Kunden und Webentwickler sprechen meist sehr unterschiedliche Sprachen. Ich übersetze in beide Richtungen, was der der eine wirklich will und der andere wirklich kann.
  • Agiles Projektmanagement/Projekt Task Force
    Jede spontane Idee braucht jemanden, der sie im Team entwickeln und umsetzen kann. Strikte Projektmanagementregeln mit zu starr definierten Zielvorgaben sind da manchmal hinderlich. Kreative Projekte wie das Fotoprojekt DigiHeads brauchen Entwicklungsspielräume und Vertrauen ins Team. Denn nur dann wird es besser als geplant.

Der Haken

"Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert."

„Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.“ Aus dem Projekt DigiHeads

Ich bin 44 und nicht mehr gut formbar. Wenn Entscheidungen gegen meine Überzeugungen getroffen werden sollen, dann diskutiere ich schon mal etwas länger. Wenn es auch noch ungerechte Entscheidungen sein sollen, dann bin ich besonders hartnäckig. Wer wirklich gute Argumente hat und vermittelt, der hat mich auf seiner Seite. Nur ein ‚Basta‘ akzeptiere ich nicht. Ein ‚geht nicht‘ aber auch nicht.

Wer in Hamburg und Umgebung also einen Job für mich hat, der möge sich gern melden. Gerne auch Start-Ups oder Unternehmen, die bisher nur offline Marketing betrieben haben. Einfach alles anbieten: Jobmail.

Danke!

Sandra

P.S.: Kann sein, dass dieses Stellengesuch etwas launig wirkt. Ich habe gerade meinen Job verloren. Mein Urlaub war ergo ein Desaster, und es ist nicht die Zeit für heiter-flockige Stellengesuche. Grundsätzlich bin ich aber pflegeleicht: Gebt mir Job, Aufgabe, Anerkennung und Geld, und Ihr habt eine loyale und erfahrene Mitarbeiterin.

Und ich nehme auch Teilzeit- und Zeitverträge, und unter bestimmten Bedingungen muss es auch nicht Hamburg sein.

Ich bin erreichbar über

Posted on 17. August 2015 in Communication, Corporate Publishing, Journalismus, Reportage, Storytelling

Share the Story

About the Author

Sandra Schink schreibt, bloggt und fotografiert seit 1990 für Redaktionen, Agenturen, Theater und Veranstalter. Für Unternehmen erstellt sie Konzepte für Blogs, setzt sie um, gestaltet sie und füllt sie mit Inhalten in Wort und Bild. Sie dolmetscht zwischen Kunden und Nerds, Journalisten und Bloggern. Zudem testet sie Produkte, Services, Mobilitätskonzepte und alternative Reisen auf Alltags- und Familientauglichkeit. Vita
Back to Top
%d Bloggern gefällt das: